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Kurze Geschichte der Chemie (Zettel)

 

Der Zettel

  • bis 600 v.Chr. nur handwerkliche Fähigkeiten, d.h. die praktische Anwendung von chemischen Prozessen ohne theoretischen Hintergrund
  • 600 bis 300 v. Chr.: die Griechen entwickeln eine erste Theorie, allerdings ohne jeglichen experimentellen Beweis

---> Demokrit von Abdera & Leukipp von Milet: Atomidee
---> Elementidee
---> Stoffumwandlung (chemische Reaktion) = Atomumwandlung

  • Alchemie: Man versuchte unedles Metall in das Edelmetall Gold umzuwandeln, mit der Eroberung von Ägypten durch die Araber kam auch die Suche nach der Unsterblichkeit hinzu. Verkörpert wurde die Substanz, die das alles erreichen sollte, durch den Begriff "Stein der Weisen" oder "Eliksir"(von arab. el-iksir = Stein der Weisen, Quintessenz). Die Zeit brachte viele handwerkliche Fortschritte und auch die Entdeckung weiterer Stoffe, allerdings nicht die des Elixiers ;)
  • Georg Bauer (1500): erste systematische Metallurgie (lösen des Metalls aus den Erzen)
  • Paracelsus (eigtl. Theophrastus Bombastus von Hohenheim, 1500): medizinische Anwendung von Mineralien
  • Robert Boyle (1650): erkannte als Erster die Bedeutung quantitativer Experimente

---> arbeitete an Gasen (Zusammenhang p*V=const bei T=const)
---> Revolution des Elementkonzepts: nicht Erde, Wasser... sondern mit den Mitteln des Chemikers nicht weiter teilbare Stoffe

  • Georg Stahl (1700): Phlogistontheorie - von Lavoisier widerlegt

---> ein Gegenstand in einem Gefäß hört auf zu brennen, da die Luft genügend Phlogiston enthält
---> mit Sauerstoff brennt der Gegenstand besonders gut, da es sehr wenig Phlogiston hat und Phlogiston von brennenden Gegenständen freigesetzt wird

  • Antoine Lavoisier(1790, 1794 guillotiniert): Massenerhaltungsgesetz (Masse wird in einer chemischen Reaktion weder erzeugt noch vernichtet); Achtung: gilt wegen Einstein (E=mc2)nur oberhalb bestimmter Messgenauigkeitsgrenzen
  • Proust (1800): Gesetz der konstanten Proportionen (eine Verbindung enthält immer dasselbe Massenverhältnis an Elementen)
  • Dalton (1800): Gesetz der multiplen Proportionen (Wenn 2 Elemente mehrere Verbindungen miteinander bilden, können die Brüche der Massen des 2. Elements, die sich mit 1 g des 1. Elements verbinden, auf kleine ganze Zahlen gedrückt werden.)

---> ermöglicht nur Berechnung relativer Massen, nicht absoluter

  • absolute Massen:

---> Joseph Gay-Lussac (1810): Experimente mit Gasen: z.B. 1 Volumen Sauerstoff reagiert mit 2 Volumen Wasserstoff zu 2 Volumen Wasser
---> Avogadro folgerte daraus: Bei der gleichen Temperatur und dem gleichen Druck enthalten gleiche Volumina von unterschiedlichen Gasen die gleiche Anzahl von Teilchen (Avogadrohypothese). Gilt nur, wenn Interaktionen zwischen den Molekülen sehr gering sind, ansonsten ist die unterschiedliche Größe der Moleküle für das Volumen ebenfalls wichtig.

  • Jöns Jakob Berzelius (1830): maßgeblich an einer Aufstellung der Liste der relativen Atommassen beteiligt, führt auch die moderne Schreibweise in der Chemie ein
  • Thomson (1900): bestimmt mithilfe der Kathodenstrahlröhre (Elektronenstrahlen) den Bruch e/m; Vermutung: da es Elektronen in Atomen gibt muss es auch eine positive Ladung geben, da Atome elektrisch neutral sind ("Rosinenkuchenmodell")
  • Millikan-Öltropfenversuch (1910): m = 9.109*10-31kg; e = 1.6*10-19C
  • Becquerel/Curie: Entdeckung der Radioaktivität (Emission energetisch hoher Strahlung)

---> Alpha-Strahlung: He2+-Ionen, geringe Reichweite von einigen Zentimetern an der Luft
---> Beta-Strahlung: Elektronen, mittlere Reichweite von einigen Metern an der Luft
---> Gamma-Strahlung: energiereiche elektromagnetische Strahlung (Wellenlänge kleiner/gleich 10-12m), sehr große Reichweite, an der Luft praktisch endlos

  • Rutherford widerlegte das Rosinenkuchenmodell des Atoms mit dem Goldfolienexperiment (Strahlung wurde wider erwartens reflektiert) und stellte die Hypothese auf, dass im Atom ein kleiner positiver Kern mit hoher Masse von einer großen Elektronenhülle umgeben ist.

---> m(Proton)= 1.673*10-27kg; mNeutron= 1.675*10-27kg_
---> q(Proton)= +e; qNeutron= 0_

 

Informationen

Erstellt von: fruitcake am 2. Januar 2012, 15:53 Uhr.

Zuletzt geändert von: fruitcake am 2. Januar 2012, 16:15 Uhr.

Bearbeiten darf: Jeder Pro-Benutzer.

Wie lernen? Regelmäßig wiederholen.

Wird zur Zeit gelernt von: fruitcake.

 

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