Der Zettel
Moralische Entscheidungen werden mithilfe des freien Willens getroffen - hier ist "Willensfreiheit" also gleichsam ein Synonym zur "Entscheidungsfreiheit".
Nur wenn es Entscheidungsfreiheit gibt, haben wir die Möglichkeit, uns bewusst für etwas zu entscheiden und können somit nur dann für unsere Entscheidungen verantwortlich gemacht werden.
Der Epiphänomenalismus als eine Unterposition des Determinismus betrachtet das Bewusstsein als reine Begleiterscheinung der materiellen Vorgänge im Gehirn und somit als dem Kausalitätsprinzip unterworfen.
Gibt es Entscheidungsfreiheit, so bietet die Ethik eine Richtlinie, eine Begründung für Handlungen. Zugleich gibt es den Begriff der Verantwortung.
Gibt es Entscheidungsfreiheit nicht, ist die Ethik unnötig. Es kann keine Verantwortung geben, weil es kein eigenständiges Nachdenken gibt. Es gibt keine Schuld. Strafen würden ungerecht. Es kann keine Reue geben, keine Anerkennung - zumindest keine rechtfertigte. Es kann keine eigene Meinung geben und keinen subjektiven Sinn.
Informationen
Erstellt von: Alexandra am 22. Oktober 2006, 21:04 Uhr.
Zuletzt geändert von: Alexandra am 22. Oktober 2006, 21:04 Uhr.
Bearbeiten darf: Jeder Pro-Benutzer.
Wie lernen? Einmal lesen.
Wird zur Zeit gelernt von: Alexandra, horatius, Zwiebeljunge85, cyan, ninometer und 40 weiteren Personen.

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