Der Zettel
In dieser Lektion lernt ihr etwas über die Klaviatur und
den Pedalen:
Klaviatur
Eine Oktave besteht aus sieben (heute meistens weißen) Vordertasten - (früher oft aus Elfenbein, heute meistens mit Kunststoff belegt). Sie bringen die Stammtöne C, D, E, F, G, A, H hervor. Dazwischen befinden sich die fünf (heute meistens schwarzen) Halbtontasten - Hintertasten (bei hochwertigen Instrumenten auch heute noch aus Ebenholz) Cis/Des, Dis/Es, Fis/Ges, Gis/As, Ais/B.
Pianinos und Flügel, sowie einige Digitalpianos verfügen damit im Allgemeinen über 88 Tasten (52 weiße und 36 schwarze). Der Wiener Hersteller Bösendorfer fertigt seine größten Konzertflügel mit noch größerem Tonumfang, bis hin zum 290-cm-Konzertflügel „Imperial“ mit acht Oktaven Tonumfang (Subkontra-C bis c5). Verkaufsargument ist ein größerer Mitklang bei gehaltenem Legato-Pedal; echte Verwendung finden diese Tasten nach Bösendorfer-Webseite bei Kompositionen von Bartók, Debussy, Ravel und Busoni.
So sehen die Tasten aus:
Pedale
Der Klang kann durch zwei oder drei Pedale beeinflusst werden.
rechtes Pedal, auch „Dämpfungsaufhebung“, „Forte“ oder englisch „Sustain-Pedal“
Das rechte Pedal sorgt dafür, dass alle die Saiten berührenden Dämpfer aufgehoben werden und der Ton somit nach dem Anschlagen und Loslassen einer Taste weiterklingen kann. Außerdem schwingen die nun ungedämpften Saiten anderer Töne mit, was dem Klavier einen volleren Klang gibt.
Notation für die Betätigung dieses Pedals
Notation zum Loslassen des Pedals
linkes Pedal, auch „Piano-Pedal“, „Verschiebung“ oder „Una corda“
Das linke Pedal bewegt beim Klavier die Hämmer der Klaviermechanik näher an die Saiten, sodass die Kraft, die jeder Hammer bei Betätigung aufbauen kann, geringer ist. Damit wird das Spielen besonders leiser Stellen vereinfacht. Beim Flügel wird die gesamte Mechanik einige Millimeter nach rechts verschoben, sodass die Hämmer nicht mehr alle drei Saiten eines Saitenchors treffen, sondern nur noch zwei bzw. eine Saite. Es verändert sich dadurch auch die Klangfarbe, weil nunmehr Saiten existieren, die nicht durch direkten Anschlag, sondern durch Resonanz erregt werden. Außerdem treffen bei der Verschiebung andere Stellen des Hammerfilzes auf die Saiten. Diese Stellen sind anders intoniert (d. h. vom Klavierstimmer mit der Intoniernadel aufgeweicht bzw. mit einer Feile gehärtet) als die Filzstellen, die in Normalstellung die Saiten anschlagen. Der Hersteller Fazioli bietet ein Flügel-Modell mit zwei Piano-Pedalen an, die dem Pianisten die Wahl zwischen „Verschiebung“ und dem Piano-Pedal der Pianino-Technik ermöglicht.
mittleres Pedal, entweder als „Moderator-“ oder als „Tonhalte-Pedal“
Das mittlere (nicht bei allen Klavieren vorhandene) Pedal kann unterschiedliche Funktionen haben. Beim Moderator-Pedal wird durch die Betätigung ein Filzstreifen zwischen Hämmer und Saiten geschoben, welches das Instrument deutlich leiser macht. Diese Vorrichtung kann auch durch einen verschiebbaren Knopf links der Klaviatur oder durch einen Hebel unter der Klaviatur bewegt werden. Bei manchen Instrumenten (vor allem aus den 1960er Jahren) sind am Filzstreifen Metallplättchen befestigt, welche dem Klavier einen klimpernden, Cembalo-ähnlichen Klang verleihen. Da diese Metallplättchen vor allem die Umspinnung der Basssaiten beschädigen können, wird vor der Verwendung dieser Vorrichtung gewarnt. Beim Tonhalte-Pedal (auch Sostenuto-Pedal) bleiben die Dämpfer der Tasten, die gerade gedrückt werden, abgehoben, solange man das Pedal niedertritt. Alle anderen Dämpfer funktionieren normal. Dieses Pedal findet vor allem in der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts Verwendung. Bei Pianos hat das mittlere Pedal meistens die Moderatorfunktion, bei Flügeln ist es meistens ein Tonhalte-Pedal.
Im 18. und 19. Jahrhundert gab es bei manchen Hammerklavieren auch noch mehr Pedale, mit denen verschiedene Klangeffekte, sogenannte „Veränderungen“ erzielt werden konnten. Beispielsweise war es damit möglich, Streifen aus Papier, Pergament oder Filz zwischen Hämmer und Saiten zu führen und damit unterschiedliche Klänge zu erzeugen. Auch im Klavier eingebaute Schellen oder kleine Trommeln konnten so zum Klingen gebracht werden („Janitscharen“-Zug). Bei frühen Instrumenten erfüllten Kniehebel die Aufgaben, die später von Pedalen übernommen wurden.
So sehen die Pedalen aus:
In der nächsten Lektion lernt ihr mehr über den
Standort eines Klavieres, wo es am besten hingestellt werden soll, usw. .
Text und Informationen
http://de.wikipedia.org/wiki/Klavier
Informationen
Erstellt von: Miss Noriss am 1. Februar 2008, 09:28 Uhr.
Zuletzt geändert von: Miss Noriss am 4. Februar 2008, 16:53 Uhr.
Bearbeiten darf: Jeder Pro-Benutzer.
Wie lernen? Einmal lesen.
Wird zur Zeit gelernt von: schildi, SimonSorcerer, Hase, thomas-nbg, Megazicke und 45 weiteren Personen.

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