Der Zettel
Die Geschichte des Klaviers
Zu den Vorläufern des Klaviers gehört das Clavichord. Im 15. Jahrhundert wurde das erste Tasteninstrument mit Hammermechanik entworfen.
Bartolomeo di Francesco Cristofori entwickelte 1709 bzw. 1711 in Florenz das erste moderne Hammerklavier, bei dem ein Hammer mittels einer Stoßzunge gegen die Saite geschleudert wird und sie zum freien Schwingen sofort wieder freigibt. Zwei weitere Erfindungen waren notwendig, um das Instrument spielbar zu machen:
ein Mechanismus, der das Zurückfallen des Hammers auf die Saite verhindert (wodurch ein zweiter Ton entstünde);
ein Dämpfer, der die Saite nach Loslassen der Taste dämpft.
Zusätzlich stammt von Cristofori die Doppelsaite, bei der jeder Ton durch zwei gleich gestimmte Saiten erzeugt wird. Durch Betätigen des (heute linken) Piano-Pedals werden die Hämmer leicht seitlich verschoben, so dass nur eine Saite angeschlagen und der Ton somit leiser wird. Er erfand ebenso das (heute rechte) Legato-Pedal, durch das die Dämpfer auch nach Loslassen der Taste nicht auf die Saiten fallen, der Ton also länger nachklingt. Im Jahre 1726 hatte Christofori sein Instrument vollendet. Es umfasste vier Oktaven (heutige meistens 71/3, s. o. unter Klaviatur). Heute gibt es noch zwei Originale, eines befindet sich in Leipzig und eines in New York. In Deutschland wurde kurz darauf das erste „Pianoforte“ von Gottfried Silbermann gebaut und unter dem Namen Hammerklavier populär.
Weitere Entwicklungen folgten:
1774 - Jean-Joseph Merlin entwickelt einen Mechanismus, mit dem ein Cembalo erweitert werden kann durch Hammeranschlag der Saiten zur Nutzung beider Techniken im gleichen Instrument
1775 – Johann Andreas Stein erfindet die Prellmechanik und macht damit Hammerflügel modulationsfähiger und klangvoller.
1820 – R. Wornum leitet mit der Entwicklung des ersten Pianinos die Ablösung des Tafelklaviers ein.
1821 – Sébastien Érard entwickelt die Repetitionsmechanik, die das virtuose schnelle Spiel und eine rasche Anschlagfolge ermöglicht.
1826 – Die Hammerköpfe erhalten einen Filzbelag.
1830 – Kreuzsaitiger Bezug: Die Saiten liegen nicht mehr alle parallel, sondern werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Basssaiten verlaufen beim Flügel von links vorne nach rechts hinten, beim Pianino von links oben nach rechts unten. Die Saiten der Mittellage verlaufen beim Flügel dagegen nach links hinten, beim Pianino nach links unten und liegen unter bzw. hinter den Basssaiten. Dies bringt Vorteile für die Statik des Instrumentes und ermöglicht bei gleicher Länge bzw. Höhe des Instrumentes längere Basssaiten. Ein Nachteil dieser Bauart können klangliche Brüche im Übergang vom Bass in die Mittellage sein.
1866 - Carl Rönisch erfindet den gusseisernen Rahmen, der die Saitenzugkräfte von bis zu 200 kN (entsprechend etwa 20 Tonnen) aufnimmt und damit dem Klavier wesentlich mehr Stabilität verleiht.
Hier noch ein paar Bilder:
Sehr alte Noten:
In der nächsten Lektion erfahrt ihr mehr über
Bekannte Klaviermacher.
Text und Informationen
http://de.wikipedia.org/wiki/Klavier
Informationen
Erstellt von: Miss Noriss am 1. Februar 2008, 09:40 Uhr.
Zuletzt geändert von: Miss Noriss am 4. Februar 2008, 16:54 Uhr.
Bearbeiten darf: Jeder Pro-Benutzer.
Wie lernen? Einmal lesen.
Wird zur Zeit gelernt von: schildi, SimonSorcerer, Hase, thomas-nbg, Megazicke und 44 weiteren Personen.

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