Der Zettel
1.Allgemein
- im 6. und 5. Jahrhundert vor Chr. erwacht an den verschiedensten Stellen Griechenlands das philosophische Denken; es gab eine Vielzahl von Lehren
- "Sophistai" heißt "Lehre der Weißheit"
- die öffentliche Rede gewann an Bedeutung; die Sophisten zogen als Wanderlehrer herum und erteilten gegen Bezahlung Unterricht in verschiedenen Künsten, insbesondere aber in der Beredsamkeit
- Auffassung, eine objektive Erkenntnis sei unmöglich
- gibt es keinen objektiven Maßstab, wer Recht hat, kommt es darauf an, wer Recht behält, also wer seinen Standpunkt am geschicktesten durchzusetzen versteht
- es gilt das Recht des Stärkeren
"Meines Erachtens aber beweist die Natur selbst, die Gerechtigkeit bestehe darin, dass der Edlere mehr Vorteile hat als der Geringere, und der Leistungsfähigere mehr als der minder Leistungsfähigere."
2. Protagoras und Gorgias
- es gibt keine absolute Wahrheit, nur eine relative: "Der Mensch ist das Maß aller Dinge." (Protagoras)
- Gorgias: erstens existiert überhaupt nichts, zweitens, wenn doch etwas existieren würde, wäre es unerkennbar und drittens, selbst wenn etwas erkannt werden könnte, wäre solche Erkenntnis nicht mittelbar
3. Die Bedeutung der Sophistik
- es wurde zum ersten Mal der Blick weg von der Natur und zum Menschen gelenkt
- das Denken selbst wurde zum Gegenstand des Denkens gemacht
- sie haben die ethischen Wertmaßstäbe einer vernunftgemäßen Betrachtung unterzogen
- sie haben die Sprachwissenschaft und Grammatik erheblich vorangebracht

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