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Geschichte des Personbegriffs (Zettel)

 

Der Zettel

  • Griechisches Denken:
  • Mensch als Fall eines Allgemeinen
  • durch Leiblichkeit eingegrenzt
  • im Tod zurück in allgemeinen Weltgeist

  • Biblisches Verständnis:
  • Mensch als Partner Gottes, Bund Gottes mit seinem Volk (Ägypten)
  • Bedeutung des Einzelnen (Namen der Gestalten)

  • Neuer Bund:
  • Gotteskindschaft, Würde der Person.
  • Jesus lehnt Gesetzesdenken ab; Moral, die „für den Menschen da ist.“;
  • Freiheit des Menschen, Barmherzigkeit, Vergebung, Verantwortung

  • Andere Großreligionen, Kulturen:
  • Kein solches Verständnis
  • Buddhismus: Apersonalität, Nicht-Selbst des Menschen

  • Ursprung des Wortes „Person“:
  • Etruskisch, „Maske oder Schauspieler“
  • evtl. auch „Schein, Verstellung, Betrug“; soziale Rolle des einzelnen

  • Tertullian, 2. Jh. n. Chr.:
  • Personbegriff in christlicher Theologie für Lehre vom Dreifaltigen Gott.
  • In Christus: Einheit der göttlichen und menschlichen Natur.

  • Boethius, 5. Jh. n. Chr.:
  • Anwendung des Begriffs auf den Menschen
  • Person als Modell einer geistigen Substanz ohne Beachtung von Beziehungen.

  • Theologie: Nicht nur geistige Individualität, sondern Beziehung zu Gott (z.B. bei Duns Scotus, 13. Jh. n. Chr.)
  • Nominalismus:
  • Individualität der Person als „Individuum ineffabile“
  • bei Martin Luther in Zusammenhang mit der Rechtfertigungslehre (von Gott zur Liebe befreit)

  • Neuzeit:
  • Bewusstsein, Freiheit, Verantwortlichkeit, Beziehung zur Absolutheit Gottes; Personalität und Würde (Descartes, Locke, Wolf)
  • Kant: Selbstzwecklichkeit des Menschen
  • Hegel: Dialektischer Bezug zu Mitmenschen
  • Fichte: Personbegriff auf Gott nicht anwendbar
  • Feuerbach:
  • Wesen des Menschen in Einheit mit dem Menschen
  • Ich-Du-Philosophie statt Subjekt-Objekt-Philosophie
  • „anthropologischer Gottersatz“: Einheit von Ich und Du ist Gott

  • 19. Jahrhundert:
  • Aspekt der Leiblichkeit wichtiger
  • Empirisch bestimmter Personbegriff (materialistisch, mechanistisch)
  • Kollektivistische <=> Individualistische Positionen


( Zeitgenössische Problematik des Personbegriffs: )

  • &bdquo;Personalismus&ldquo; als philosophisch-theologische Strömung im 20. Jh.
  • Protestantische Theologie stärker auf personale Perspektive konzentriert als als katholische => Gefahr der Einseitigkeit, kein korrigierendes Eingreifen der Kirche in weltliche Ordnung

 

Informationen

Erstellt von: Andreas am 8. April 2006, 00:35 Uhr.

Zuletzt geändert von: Andreas am 8. April 2006, 00:36 Uhr.

Bearbeiten darf: Jeder Pro-Benutzer.

Wie lernen? Regelmäßig wiederholen.

Wird zur Zeit gelernt von: Big D, mops111, Schnabbele.

Stichworte: begriff, geschichte, person, religion,
 

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