Der Zettel
Bei diesem Verfahren wird zunächst die DNS der zu vergleichenden Arten durch Erwärmung in ihre Einzelstränge gespalten. Als wichtiger Bezugswert wird dabei die *Schmelztemperatur der reinen DNS *jener Art ermittelt, deren Verwandtschaft zu anderen Arten geklärt werden soll.
Im nächsten Schritt werden dann die *Einzelstränge *zweier zu vergleichender Arten gemischt und dann allmählich abgekühlt. Dadurch werden sich an den komplementären DNS-Abschnitten die Nukleotide paaren und so Hybrid-Doppelstränge bilden. Erwärmt man diese nun wieder, werden sie schmelzen - und dies um so früher, je weniger Nukleotide komplementäre Partner gefunden haben. Für vergleichende Aussagen wird jene Temperatur ermittelt, bei der noch 50% der Hybridstränge undissoziiert vorliegen (T50H-Wert). Dieser Wert wird von der Schmelztemperatur der reinen DNS abgezogen und kann als *delta-T50H-Wert *für Aussagen über Verwandtschaftsverhältnisse herangezogen werden. Je kleiner dieser delta-T50H-Wert in einer Versuchsreihe ist, desto ähnlicher sind sich die verglichenen DNA-Arten.

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