Der Zettel
- Selbstverwirklichung
- nur in Begegnung mit anderen Menschen
- nur dann, wenn Verwirklichung der Mitmenschen gedient wird, selbst bei Verzicht auf eigene Interessen => Vertiefung der Beziehung
- Dialogische Beziehung, gegenseitige Bedingung:
- Selbstannahme nur, wenn von anderen angenommen
- Selbstliebe und Nächstenliebe bedingen sich gegenseitig
- Beziehung = gegenseitige Bejahung zweier Personen in der Liebe
- Liebe als zentrale Verwirklichung des Sittlichen
- Ich-Du-Beziehung: Beziehung, die die Spannung zwischen zwei Personen mit ihrer je unaufgebbaren Individualität festhält
=> Anderssein bejahen, Pluralität anerkennen (Gewissensüberzeugungen)
- Beziehung nicht von Anfang der menschlichen Existenz da, reift allmählich
- Rosenzweig: „Name“ statt „Person“ (eigtl. Sein in Begegnung mit anderen)
- Universales ebenso unverzichtbar wie Individuelles, beide Pole beachten
- Neuzeitliche Entwicklung: Verschiedene Akzentsetzungen
- Ich-orientiert, humanistisch (Kant)
- Sozial (Marx)
- Ich-Du-Wir-Personalismus (Buber)
- Mitwirkung beim Bösen, Zwangslagen: Zusammenarbeit unvermeidbar, aber unvereinbare Gewissensauffassungen (Beispiel: Operationsschwester, Sterilisation)
- Formelle <=> bloß materiale Mitwirkung (Steuern)
- Persönliche Willensentscheidungen + sittliches Naturgesetz („Geist in Leib“)
- Personale Ethik als Ethik der Freiheit: Freie Entscheidung des Einzelnen auch wichtig, wenn nicht sachlich begründet (so lange nicht schädlich). Bsp: Mitmensch lehnt Hilfsangebot ab.
- In erster Linie der Person des anderen verantwortlich, zweitrangig der Natur => Liebe auf freies Entgegenkommen des anderen angewiesen
- Willensentscheidung nicht unabhängig von sachlichen Gegebenheiten; diese müssen bei Selbst- und Nächstenliebe berücksichtigt werden
- Naturrechtstheorie und Rechtspositivismus schließen sich nicht aus
- Kommunikation, sittliches Urteilen: Erkennen + Stellungnahme, Entscheidung
=> Personale Liebe beruht nicht nur auf distanziertem Erkenntnisurteil, sondern auf Stellungnahme zur Person des anderen (Vertrauen etc.)
- Verhältnis zu Gott: Leben als Geschenk Gottes
- Ansatz der Ich-Du-Beziehung = Abstraktion; steht von Anfang an in Zusammenhang von Gemeinschaftsbeziehungen (mehr als Summe der Teile)
- Unterschied nicht zu groß, da Wir-Bezogenheit von Anfang an; zentrale Stellung der wichtigsten Bezugspersonen
- Wichtig: Mitdenken des sozialen Kontexts, nicht Zurückfallen in halb-individualistische Perspektive
- Abhängigkeit von sozialem Kontext + Einfluss darauf, Kulturgestaltung (Achtung und Wahrung der Werte)
Informationen
Erstellt von: Andreas am 8. April 2006, 00:42 Uhr.
Zuletzt geändert von: Andreas am 8. April 2006, 00:42 Uhr.
Bearbeiten darf: Jeder Pro-Benutzer.
Wie lernen? Regelmäßig wiederholen.
Wird zur Zeit gelernt von: Big D, mops111, Schnabbele.

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