Der Zettel
Mit dem Serum-Präzipitin-Test lassen sich mittels einer Antigen-Antikörper-Reaktion abgestufte Ähnlichkeiten im Blutserumeiweiß von untersuchten Tieren (hier: Mingo, Mango, Mungo) feststellen, wodurch Aussagen über eine Verwandtschaft möglich werden.
Die Testdurchführung gliedert sich in drei Schritte:
1. Gewinnung eines Antiserums zur Durchführung der Testreihe
Blutserum jenes Tieres (hier: Mungo), dessen Grad der Verwandtschaft zu anderen Tierarten geklärt werden soll, wird einem beliebigen Testtier (z.B. Kaninchen) gespritzt. Das Kaninchen bildet spezifische Antikörper gegen das fremde Serumeiweiß (Mungo-Antigene). Man entnimmt dann dem Kaninchen Blut und gewinnt daraus Serum mit diesen Antikörpern, in diesem Fall das Kaninchen-Anti-Mungo-Antiserum.
2. Festlegung einer Bezugsgröße für die eigentliche Testreihe
Dieses Kaninchen-Antiserum mischt man nun in vitro mit dem Serum des Mungo: Die in Schritt 1 gebildeten Antikörper reagieren logischerweise mit den Mungo-Antigenen und ergeben einen Niederschlag (Präzipitat). Diesen Ausfällungsgrad setzt man gleich 100%.
3. Die eigentliche Testreihe
Mischt man das Kaninchen-Anti-Mungo-Antiserum in jeweils getrennten Ansätzen mit den Blutseren mutmaßlicher Verwandter (Mingo, Mango), erhält man unterschiedlich abgeschwächte Niederschläge, da Antikörper wegen ihrer hohen Spezifität am deutlichsten nur mit den Antigenen reagieren, die ihre Bildung verursacht haben. Die Werte der Ausfällung gelten als Maß für den Grad der Eiweißähnlichkeit zwischen Mungo und Vergleichstieren und somit auch für den Grad der Verwandtschaft.
Ausfällungsgrade in folgender relativer Abstufung sind zu erwarten:
Mungo 100% => Mango => Mingo

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