Der Zettel
Das Ruhepotenzial beruht auf einer speziellen Ionenverteilung im wässrigen Milieu außerhalb und innerhalb der Zellmembran eines Neurons. Die typische Verteilung dieser Ladungsträger führt zu einer Potenzialdifferenz zwischen Intra- und Extrazellulärraum. Die Membraninnenseite von Neuronen ist dabei *ca. 80 mV negativ *gegenüber der Außenseite.
Voraussetzungen für das Zustandekommen des Ruhepotenzials:
*1. *Ionen kommen zu beiden Seiten der Membranen in *unterschiedlichen Konzentrationen *vor: An der Außenseite, in der Gewebsflüssigkeit (extrazellulär), findet man eine hohe Konzentration an Natrium-(Na+) und Chlorid-(Cl-)Ionen. Auf der Innenseite der Nervenfaser, im Zellplasma (intrazellulär), lassen sich mehr Kalium-(K+)Ionen sowie große organische Anionen nachweisen.
2. Selektiv permeable Membranen trennen die extra- und intrazellulären Reaktionsräume: In Ruhe besitzen die Membranen eine selektive Permeabilität für K+-Ionen, d.h. Kalium-Ionen diffundieren aufgrund des Konzentrationsgefälles von innen nach außen. Da den großen negativen Anionen ein Membrandurchtritt nicht möglich ist, bleiben sie innen an der Membran zurück und *wirken dem Austritt weiterer K+-Ionen *und damit deren Konzentrationsausgleich entgegen. Durch diese Ladungstrennung kommt es zum Aufbau einer elektrischen Potenzialdifferenz, dem Ruhepotenzial.

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