Das Buch
Informationen
Erstellt von: aschulz am 31. Juli 2006, 16:26 Uhr.
Zuletzt geändert von: aschulz am 31. Juli 2006, 16:29 Uhr.
Bearbeiten darf: Jeder Pro-Benutzer.
Wie lernen? Regelmäßig wiederholen.
Wird zur Zeit gelernt von: cosmos, David, Tinkerbell, tinahu, julia89 und 70 weiteren Personen.
Bewertung: 
Autoren: Clement Utz, Andrea Kammerer
ISBN: 3766150510
Erschienen: 2003-07
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Verlag: Buchner
Seiten: 248
Preis: Ab EUR 25,40 bei Amazon (am 19. Februar 2007, 04:25 Uhr)
Rezensionen
Trauriges Chaos - Frustration für Eltern und Kinder
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Bitten Sie einfach die Schule Ihres Kindes, das Lateinbuch zu wechseln! Es sei denn, Sie können selber gut Latein, alle Hilfsmittel bedienen, haben didaktische Erfahrungen im Unterricht von Fremdsprachen und können Ihr durchaus überdurchschnittlich begabtes Kind motivieren, pro Tag ca. 1 zusätzliche Stunde mit Ihnen oder einer entsprechend qualifizierten Nachhilfe zu lernen. WARUM?
Die Präsentation der Grammatik folgt dem Prinzip des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts, der den Unterricht in den modernen FS zu Recht prägt: Es wird Grammatik nur dann eingeführt und nur in der Intensität, wie sie aus kommunikativen Gründen benötigt wird, um bestimmte sprachliche Handlungen zu beherrschen. Mangels Kommunikation auf Latein macht das hier aber keinen Sinn: Warum werden drei Deklinationen gleichzeitig eingeführt, warum drei Konjugationen gleichzeitig? Der Vorteil des Lateinischen, systematischen Erwerb der Struktur einer Sprache am Beispiel des Lateinischen zu bieten, wird verschenkt zugunsten von ein paar Spielereien zur Alten Geschichte und zur antiken Mythologie, die alle ganz nett sind, die Kinder aber nur verwirren.
Die Übungstypologie, die dem Buch zugrunde liegt, krankt an der überbordenden Phantasie des Autors. Was im Unterricht selber, vom Lehrer kommend, sicher die perfekte Auflockerung sturer alter Übungsformen wäre, ist in diesem Buch nur Chaos anstiftend und garantiert, dass die Kinder keine einzige Übung alleine machen können; nichts ist selbsterklärend!
Die Gliederung des Buches in Lektionen, einen Grammatikteil, einen Übersetzungsteil (dt. - lat.) und Wörterlisten ohne eigentliche Verbtabellen dient nicht der einfachen Orientierung; wenn die Lehrkraft dann den Kindern nicht in einer Lehrbuchrallye erklärt, wie man mit dem Buch arbeitet, finden sich die Kinder gar nicht zurecht.
Dazu kommt, dass das Konzept darauf basiert, dass auf zusätzliche Hilfmittel wie Grammatiken und Verbtabellen verzichtet werden kann. Dies ist aber Augenwischerei, da der Aufbau so chaotisch ist (Stichwort "kommunikativ", s.o.), brauchen Kinder ein starkes grammatikalisches Gerüst, das ihre Lernerfahrung verstärkt ("das hatte ich schon, da bin ich jetzt, das gibt es auch noch, da will ich hin, dann kann ich ....").
Mich als Althistorikerin freut es natürlich, wenn den Kindern Fakten aus der Alten Geschichte vermittelt werden, auch viel Kunstgeschichtliches und einiges über Kulturgeschichte!
Dennoch, dieses Buch bleibt eine Zumutung!
Qualifikation der Mutter: promovierte Althistorikerin, Dokorarbeit auf der Basis von 7000 Seiten Latein (spätantik, unübersetzt), Leistungskurs an einem bayerischen Gymnasium, heutzutage im Bereich Deutschunterricht für Ausländer tätig.
Chaos pur
Lesen
Die Aufmachung des Buches ist ja ganz nett. Die Darstellung der Grammatik ist aber ein einziges Chaos. Hier hat man sich nicht ansatzweise Gedanken darüber gemacht, wie man das für 11 bis 12 jährige Kinder (und betroffene Eltern) vernünftig darstellen kann. In der 5. Klasse konnte ich (als Nicht-Lateiner) meiner Tocher noch helfen. Wir haben die Grammatik komplett noch einmal anders dargestellt (systematisch !). Ab der 6. Klasse bin ich aber einfach überfordert mit einer Systemantisierung, weil mir der Background fehlt. Wie schon in einer anderen Rezension vorgebracht - offensichtlich ist der Verlag darauf aus möglichst viel Zusatzmaterial zu verkaufen. Allerdings zeigt sich auch auf der Internetseite des Verlages, daß es an Systematik fehlt. Sich in dem angebotenen Zusatzmaterial zurechtzufinden (und vor allem zuzuordnen, was zu diesem Buch gehört) ist fast unmöglich. Ein Stern ist noch zuviel.
Rezension einer Schülerin
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Ich besuche z. Zt. die 5. Klasse und lerne mit "Latein mit Felix"
Latein. In meiner Klasse sind 31 Schüler und fast allen macht Latein Spass. Viele schreiben gute Noten. Meine Hausaufgaben und Vorbereitungen für Schulaufgaben erledige ich selbständig. Die Texte über das Leben im Alten Rom finde ich sehr interessant. Ich habe schon viel über die Römer gelernt.
G8 oder Latein-Frustration vorprogrammiert???
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Erst mal positiv: Der dargebotene Inhalt in Bezug auf die ausgewählten historischen Themenschwerpunkte erscheint mir sehr gelungen, denn das Latein-Lernbuch für Anfänger (Felix 1) erfüllt so nebenbei die Funktionen, die man sich auch von einem einführenden geschichtlichen Reiseführer für Rom und Pompeji erwarten würde: Eine Zeitreise in die Vergangenheit.
Es geht ziemlich schnell und intensiv in die lateinische Lektüre rein. Dabei noch in einfacher lateinischer Sprache, zumindest für jemanden, der selber mal in seiner Schulzeit als ein Simplicissimus Teutsch das kleine Latinum mit Mühe geschafft hat. Insofern macht es als Vater durchaus Spaß, sich mit dem eigenen Kind weit zurück in die römische Vergangenheit zu versetzen und dabei auch das Unvermeidliche zu tun, nämlich Vokabeln zu pauken, Verben zu konjugieren und Substantive zu deklinieren.
Ein bedenklicher Kritikpunkt scheint mir zu sein, dass ein durchschnittliches 10 bis 11-jähriges Kind (Gymnasium) ohne unterstützende Lernhilfe (von Eltern oder Nachhilfelehrer) heillos überfordert sein dürfte in Bezug auf die Aneignung des so dargebotenen Grammatikstoffes und den Umgang mit den Übungsteilen, die zwar recht interessant und spielerisch gestaltet sind, aber stetig der ausführlich erklärenden Anleitung durch einen Lateinerfahrenen bedürfen. Hier muss man das Kind schon immer wieder geduldig und ganz individuell bei der Hand nehmen.
Ein 5.Kläßler in einer Klasse von 30 Schülern, der mit dem Buch „Latein mit Felix 1" auf sich allein gestellt ist, kann da einem wirklich leid tun, würde ich mal sagen. Allerdings habe ich bisher die sogenannten Zusatzmaterialien, wie etwa „Training mit Felix" nicht benutzt und nicht ins Kalkül gezogen, weil auch der Lehrer im Unterricht ohne diese Hilfsmittel arbeitet und die Kinder mit keiner Silbe darauf hingewiesen bzw. die Kinder eingewiesen hat.
Ich habe im bisherigen Verlauf des ersten Lernjahres (G8) das ungute Gefühl bekommen, dass entweder nur überdurchschnittlich lernbegabte 5.Kläßler aus eigener Kraft den vom Lehrer im Eiltempo („Schweinsgalopp") - nicht einmal vollständig - im Unterricht vorgelegten Lateinstoff befriedigend bewältigen können, oder es wird (auch vom Lehrer) stillschweigend vorausgesetzt, dass daheim für jedes Kind ein ständiger Nachhilfelehrer als individueller Begleiter für die zähe Einübung der lateinischen Grammatik zur Verfügung steht. Bei allen anderen auf sich alleingestellten Kindern (und „hilflosen" Eltern) besteht wohl die Gefahr, dass die Latein-Frustration des ersten Lernjahres irreparable „humanistische" Schäden für das ganze weitere Leben hervorruft. Oder drittens „man" (der gymnasiale Schulapparat?) will ganz einfach gleich zu Beginn gnadenlos ausselektieren! Denn mit denen, die gleich in der 5. Klasse rauskippen, braucht man sich später nicht mehr abmühen.
Durchgefallen
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Unsere Tochter,11, war mit dem Lateinwerke 'Latein mit Felix' nach 4 Monaten mit ihrem Latein am Ende, während unser Großer (der weder schlauer noch fleißiger ist) es mit einem anderen Lateinbuch immerhin schon bis in die 10. Klasse geschafft hat. Das Durcheinander und die Menge des Stoffs waren einfach nicht zu bewältigen. Schade. Oder liegt's am G8?
Abschnitte:
-
S. 14 bis S. 226:
L-Texte, Informationen, Übungen
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S. 134 bis S. 222:
Vokabular, Grammatik
-
S. 14 bis S. 121:
L-Texte, Informationen, Übungen
- Komplett (S. 1 bis S. 248)

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