Das Buch
Informationen
Erstellt von: Andreas am 10. März 2006, 19:54 Uhr.
Bearbeiten darf: Jeder Pro-Benutzer.
Wie lernen? Regelmäßig wiederholen.
Wird zur Zeit gelernt von: Juli, Phoney Caponey, Rainald, fosbee, kalbyarasi@web.de und 41 weiteren Personen.
Bewertung: 
Autoren: Daniel C. Dennett, Douglas R. Hofstadter
ISBN: 3608930388
Erschienen: 1986-01
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Verlag: Klett-Cotta
Seiten: 485
Preis: Ab EUR 30,00 bei Amazon (am 19. Februar 2007, 04:26 Uhr)
Rezension
Eine Reise mit dem Ich durch das Ich in das Ich
Lesen
Was lässt dich du sein, und wodurch bist du abgegrenzt?" ist die Frage, die den Leser einbezieht, eine Reise in sein Inneres begleitet und durch klassische und neue Gedankenexperimente anfeuert. Können Maschinen denken? Können Fledermäuse denken? Können Menschen überhaupt denken? Kann der Mensch über das Denken nachdenken, sich selbst erfassen?
Eine Sammlung klassischer Aufsätze zur Kognitionswissenschaft, angereichert um einordnende Kommentare der Autoren. Das ist die eine Sicht auf dieses Buch. Doch jede Auswahl ist subjektiv, jeder Kommentar noch mehr. Und so wollen die Autoren vor allem den Blick weiten, die Frage nach dem Selbst, dem Bewusstsein immer wieder stellen, immer wieder offen zurücklassen und den Leser drängen, sich nicht zu schnell einen Reim zu machen auf vordergründig einleuchtende Lösungen.
Entstanden ist ein spannendes Lesebuch, das weniger Antworten gibt, als den Leser in die Strudel hineinzuziehen, die die Kognitionswissenschaft hauptsächlich mit ihren philosophischen Implikationen an ganz unerwarteten Stellen aufreißt. Die Auswahl der Texte ist ausgewogen zwischen - teils recht schwierigen - theoretischen Meilensteinen, die auch nach 30 oder 50 Jahren (das Buch selbst ist inzwischen fast 20 Jahre alt) an Relevanz nichts verloren haben und literarischen Perlen, die erst in diesem Zusammenhang ihre ganze Kraft entfalten. Die Kommentare schaffen Abstand zu den Texten, lenken vorschnelle Zustimmung oder Ablenkung in neue Bahnen und machen den ganzen Charme des Buches erst aus. So nämlich wird es *ein* Werk, nicht nur eine Sammlung wichtiger, aber unverbundener, philosophischer Texte.
Fazit: Die ideale Ergänzung zu Hofstadters Gödel, Escher, Bach". Jede, die Sophies Welt nett" fand und sich fragt, was Philosophen denn heute noch zu sagen hätten, darf hier zugreifen und überrascht sein.

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